„Brennen für die europäische Idee“

Was klingt besser, als in Mainz Journalismus zu studieren? Genau, in Mainz UND in Paris an der prestigeträchtigen Sorbonne das journalistische Handwerk zu erlernen. Möglich macht dies der neue deutsch-französische Master des Journalistischen Seminars der JGU. Vor einigen Tagen hat der erste Jahrgang sein Studium begonnen. Zum Semesterstart beantwortet Katja Schupp, Professorin für Fernsehjournalismus am Journalistischen Seminar, nochmal alle wichtigen Fragen zu Bewerbung und Studium. Fragen: David Kost

Was erwartet mich als Studierenden, wenn ich mich für den deutsch-französischen Master am Journalistischen Seminar bewerbe? 

Katja Schupp: „Der deutsche-französische Master ist in dieser Form ein deutschlandweit einmaliges Ausbildungsangebot für junge Leute, die sich für Journalismus interessieren und dabei den Blick über den deutschen Tellerrand hinaus wagen wollen: Fundiertes journalistisches Handwerk geht Hand in Hand mit theoretischer Reflexion transnationaler Zusammenhänge und praktischem Hands-on Training. Getragen wird das Ganze auch von der Begeisterung derjenigen, die das Angebot erdacht und erarbeitet haben: Wir brennen für die europäische Idee und wünschen uns mehr Journalist*innen, die diese Idee kompetent und fundiert beleuchten, beschreiben, sich kritisch mit ihr auseinandersetzen können.“

Katja Schupp, Professorin am JS Mainz
Katja Schupp, Professorin am JS Mainz

Welche Vorteile bringt der deutsch-französische Master am Journalistischen Seminar in Mainz im Vergleich zu einem Volontariat oder eine Ausbildung an einer anderen Journalistenschule?

Das sind jede Menge Vorteile: Er ist zweisprachig, er findet in Mainz und Paris statt und die Studierenden verbringen Zeit in beiden Städten, er vernetzt schon im Studium deutsche und französische Studierende und baut Teams fürs Leben auf – und das zusätzlich zu einer praxisorientierten Ausbildung über alle Medien hinweg, Print, Online, Radio und audiovisuell, fundiert auf einem wissenschaftlich-theoretischen Konzept, dass Journalismus als wesentlichen Bestandteil einer demokratischen Gesellschaft begreift und dafür zeitgemäß ausbildet.“

 

Worauf müssen sich die Bewerber bei der zweitätigen Eignungsprüfung in Mainz einstellen?

Die Eignungsprüfung fragt Allgemeinwissen mit einem Schwerpunkt zu Deutschland und Frankreich ab, die Studierenden müssen sich sowohl mit deutschen als auch französisch-sprachigen Texten auseinandersetzen und selbst in beiden Sprachen schreiben — und wir nehmen uns die Zeit, sie in einem persönlichen Gespräch kennen zu lernen. So werden Wissen und journalistische Eignung abgefragt.“

Das Studium wird zur Hälfte in Mainz und zur Hälfte in Paris absolviert. Wie sieht die zeitliche Aufteilung hier konkret aus? Und gibt es Unterstützung für die Studierenden bei der Wohnungssuche in Frankreich?

Das Besondere an dem Studiengang ist die Vernetzung und Verbindung beider Studiengänge: Die Studierenden, die sich in Mainz bewerben, starten auch hier in Mainz und die, die sich in Paris bewerben, starten dort. Nach jeweils einem Studienjahr wird gewechselt: Die Studierenden aus Paris kommen für das zweite Studienjahr nach Mainz und treffen dort auf die neuen Erstsemester, die in Mainz wiederum beginnen. Die Mainzer wechseln zum dritten Semester nach Paris und treffen dort auf die neuen Erstsemester aus Paris. Und natürlich: Die Studierenden können über die Deutsch-Französische Hochschule und über Erasmus finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen. Bei der Wohnungssuche hoffen wir auch auf einen wachsenden Netzwerkeffekt.“

Wie gut muss mein Französisch sein, damit ich mich für den deutsch-französischen Master bewerben kann?

Bewerber müssen mindestens Niveau B2 in Deutsch, Französisch und Englisch nachweisen.“